Über

Meine Erfahrung als Expat in Poznan

Mein Projekt neigt sich nach 1,5 Jahre dem Ende entgegen, Expat in Polen. Lange habe ich jetzt schon eine Stichliste geführt, wie viele Tage es noch sind. Jetzt 6 Wochen vorm Ende fange ich an über meine Zeit in Poznan nachzudenken. Auch wenn das Projekt mich wirklich viel Kraft und Nerven gekostet hat, war es doch eine tolle Erfahrung! Auch viele meiner Arbeitskollegen werden mir wirklich fehlen!

Wie kam ich dazu nach Poznan (und Poznan heißt in Deutschland Posen) zu gehen? Das war relativ einfach. Ich arbeite bei einer Firma, die Beratungs- bzw. Planungsleistungen bei größere Firmen anbietet. Da mich mein Projekt in Hannover nicht mehr so ganz herausgefordert hat, habe ich meinen Vorgesetzten gesagt, ich würde gerne woanders hin. Viel hin und her (es muss ja auch erstmal was geben), Koffer packen und ab nach Poznan.

Ich muss sagen, nach der ersten Woche wollte ich wirklich sofort wieder weg. Es ist zwar nicht so, wie man es sich manchmal vorstellt, aber es ist halt eine Sprache die man zu 0% versteht, es sei denn sie nutzen deutsche Wörter und setzen ihre Endungen ran. Wenn man das den ganzen Tag hört, auch in Besprechungen und dann dein Name fällt, weißt du nicht worum es geht. Das ist schon sehr gewöhnungsbedürftig. Grundsätzlich wird bei uns in dem Projekt bzw. dem Betrieb Deutsch gesprochen, aber untereinander sprechen sie natürlich ihre Sprache und dadurch dass unser Büro keine Türen hat, hört man es den ganzen Tag. Dazu sprechen viele Leute kein Englisch. Das macht es zum Beispiel schwer mal nach etwas zu fragen. Im ersten Monat ist zum Beispiel mein Handy kaputt gegangen. Ich also zu einem Elektromarkt und habe nur Fragen gestellt, ob jemand Englisch spricht. Niemand!

Da ich jedes Wochenende nach Hause gefahren bin, hatte ich noch etwas Familienleben. Aber die Reise an sich ist schon so anstrengend. Das erste Jahr bin ich immer mit dem Auto gefahren. 550 km eine Strecke, 5 Stunden Fahrt, wenn die Liebe Autobahn es mal zulässt. Highlight waren die 15 Baustellen auf dieser Strecke, unfassbar oder? Dann der Schilderwald in Brandenburg. Es war wirklich: Keine Begrenzung, 80, 60, 120, 60, keine Begrenzung usw usw. Manchmal auf ganze 400m sofort abbremsen und dann gleich wieder Gas geben.

In Poznan selber habe wir nicht soviel gemacht, wir hatten einfach gar keine Zeit uns etwas anzugucken. Aber die Stadt ist wirklich sehr toll. Besonders der Stary Rynek, der Hauptmarktplatz der Stadt. Im Sommer kann man so gut draußen sitzen und die Abendstunden genießen. Wirklich zu empfehlen ist das Whiskey in the Jar, so lecker Burger (besonders der Blue Cheese) und auch das Gramofon (bei großem Frust haben wir immer die Schoko Pfannkuchen mit Schoko Sauce und Schoko Cappuccino getrunken) 😀  Und eine Sache, in Poznan ist das Essen gehen sowas von günstig! Unglaublich! Auch die beste Qualität mit Steak oder Meeresfrüchten mit allen Getränken (Alkohol) max. 20 Euro.

Wenn man shoppen möchte ist das Posnania (modernes Einkaufszentrum) oder das Stary Browar (Brauerei als Einkaufszentrum aber so hübsch modern) zu empfehlen.

Poznan, du bist eine tolle Stadt und so zu empfehlen!!! Als Expat in Polen kann ich ebenso empfehlen, die Randbedingungen müssen nur stimmen 🙂

 

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